Mit einem Mal zurück auf LOS

Kathmandu Valley

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Monopoly kennt jeder. Da hat man so viel gewürfelt, ist kurz vor der Königsallee, die noch zu kaufen ist, und man zieht bei dem Ereignisfeld: „Ziehe direkt auf Los und nimm keine 4000 Mark ein.“ Jeder ärgert sich, doch wirklich schlimm ist es nicht. Schließlich handelt es sich nur um ein Spiel.
Anders gerade in Nepal. Die Leute waren annähernd auf dem Weg, wieder ein halbwegs normales Leben zwischen den Trümmern des jetzt zwei Wochen zurückliegenden Erdbebens zu führen. Über zwanzig Wellblechhütten wurden gebaut. Trümmer wurden weggeräumt. Jeder packte mit an. Das Gefühl von Normalität wurde immer größer. Das Ende der Beben schien nah.
Doch dieser Traum geriet gestern ins Wanken und stürzte in sich zusammen wie weitere 40 Häuser in Roshi. Ein Beben der Stärke 7.3 ganz in der Nähe von Roshi. Heute morgen wieder eins. Verletzt wurde niemand. Doch die Panik war wieder da. Genauso groß wie vor zwei Wochen, wenn nicht noch größer.

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Nun geht es von vorne los, wie bei Monopoly. Auf in eine neue Runde. Entmutigen lassen sich Suman und alle anderen nicht, im Gegenteil. Die neugebauten Wellblechhütten halten Stand. Die Handgriffe sitzen mit jedem Tag und jeder neu errichteten Hütte besser. All das spendet Kraft für weitere Hilfe und Hoffnung, alles bald ausgestanden zu haben. Und das merkt man an dem unermüdlichem Lachen in den Gesichtern…

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Wenn nichts mehr bleibt außer Erinnerung

Fucked, Kathmandu, Kathmandu Valley, Panauti



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Nepal. Mein Zuhause für elf Wochen im letzten Jahr. Eine Reise, die verbunden hat. Gekommen als Gast, aufgenommen wie ein Freund und gegangen wie ein eigener Sohn. Roshi, das kleine Bergdorf etwa 30 Kilometer außerhalb von Kathmandu, ist mein zweites Heim geworden. Wunderschön und nahezu idyllisch war es. Nur noch Vergangenheit.

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Freitag unserer Zeit hat sich dort alles verändert. Ein Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala hat verheerende Schäden hinterlassen. Mehr als 70% Häuser sind zusammengefallen oder wurden stark beschädigt, die sowieso provisorischen Straßen nun unbefahrbar, die einzige Telefonleitung ins Dorf lahmgelegt. Tempelanlagen nur noch Schutt und Asche, die Schule unbegehbar und das ganze Dorf kampiert unter provisorischen Zelten auf einem Reisfeld. Die Leute, die mit mir das bisschen, was sie hatten, liebevoll und selbstlos geteilt haben, verloren alles mit dem ersten Beben.

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Natürlich geht es dem ganzen Land so, alles wurde in dieser Nacht auf den Kopf gestellt. Tausende verloren ihre Schlafplätze, ihr letztes Hab und Gut. Dem ganzen Land helfen? Klingt utopisch. Ist es wahrscheinlich auch. Aber den Leuten, die mir so viel gegeben haben, den Nachbarn und der Familie meines Freundes Suman, kann man in dieser schwierigen Zeit helfen.

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Wie viel ein Euro wert sein kann, habe ich dort gelernt. Hier denkt keiner drüber nach, aber gerade in der schwierigsten Zeit hilft er ungemein. Ein Euro, der vielleicht auch den helfenden Händen den Reis bezahlt, der die Kraft mobilisiert und die Hände antreibt, die Häuser nach und nach wieder aufzubauen.

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Mein Freund Suman ist gestern Abend zu seiner Familie zurückkehrt, um ihnen und dem ganzen Dorf zu helfen.
Deshalb versuche ich, auch zu helfen, Wenn ihr auch Lust habt, den Leuten hoch oben im Himalaya zu helfen, bitte ich euch um eine noch so kleine Spende. Ihr könnt euch auch sicher sein, dass kein Geld nicht an die Leute gehen wird, da die Spende direkt an Suman und sein Dorf gehen wird. Keinerlei Ausgaben für bürokratischen Aufwand, keine Kosten für PR, kein finanzieller Aufwand für irgendwas…

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Wenn Ihr uns finanziell unterstützen wollt, könnt Ihr Geld unter der Angabe ‚Nepal Direkt‘ auf ein von uns dafür eingerichtetes Konto überweisen. Ihr könnt auch gerne ins Café Tante Yurgan’s an der Castroper Straße Bochum kommen und Eure Ideen und Vorschläge mit uns zu teilen.

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